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 Betreff des Beitrags: Parallelen: GL & Asperger-Autismus
BeitragVerfasst: So, 17.10.04 18:56 
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Hallo!

Den folgenden Beitrag kann man identisch auch im www.aspie.mela.de lesen.
Zum Beitrag ist hier der direkte Link: http://aspie.mela.de/viewtopic.php?p=2748#2748

beethoveny hat geschrieben:
@biene, wow. schüttelst du das alles aus dem ärmel?eines weiß ich jetzt schon- synnies sind offensichtlich hochintelligente menschen.
könntest du diesen beitrag bitte auch in dem von dir eröffneten im ts posten? denn jetzt erst ist mir klar was du mit parallelen meinst.


Aber sicher doch Beethovenny, das mach ich doch gerne! :wink:


von Dora: Die Frage nach den Parallelen würde mich auch interessieren. Ich höre eher zu viel, als zu wenig, aber wenn zuviel, dann manchmal gar nichts mehr, oder nur Krach. Ist das gemeint?<


Definition „gehörlos“: http://www.lateinboard.de/lexikon/Gehörlos,bedeutung.htm

Unter Gehörlosigkeit (Taubheit) versteht man die Minderung des natürlichen Hörvermögens soweit, dass Gesprochenes trotz Hörhilfen nicht mehr verstanden werden kann.

Parallelen….was meine ich?

Parallele seit der Kindheit betroffen
-Gl….Aspies, beide seit Geburt bzw früher Kindheit betroffen

Parallele Kommunikations-Behinderung
-bei beiden Gruppen ist die Kommunikation mit „Hoerenden“ (GL) bzw mit „Neurotypischen Menschen“ (Asperger-Betroffene) behindert

-Wenn jedoch GL untereinander sich mittels ihrer GS verständigen, dann sind die Kommunikations-Probleme erheblich geringer, halt „normal“. Adäquat sind die Kommunikations-Probleme von Asperger-Betroffenen, die auf einen anderen ähnlich Betroffenen treffen geringer, weil die beiden Personen sich in ihren Eigenarten erkennen und respektieren können. Sie wissen um die Gründe für dieses Verhalten. Das ungewöhnliche Verhalten darf anwesend sein.

-GL entwickeln untereinander und mittels der jeweils landestypischen Gebärdensprache eine eigene GL-Kultur…Adäquat entwickeln Asperger-Betroffene jeder für sich eine Vorstellung des „Aliens“. Asperger-Betroffene erkennen einander wieder, erkennen im anderen das Wesen des „Aliens“

-Noetic hat eines der Parallelen schon gepostet. Was?
Carl H. Delacato hat diese „Autismen“ umfangreich erforscht. Eines der Verhaltensweisen, welches von „neurotypischen Menschen“ so merkwürdig betrachtet wird, ist wenn autistische Menschen ganz merkwürdige Geräusche machen….angeblich ohne Grund. Aber diese „Autismen“ sind nicht ohne Grund - denn sie werden ausgeführt, um das entsprechende Sinnesorgan zu „normalisieren“…..
Auch Gehörlose (ebenso blinde Menschen) praktizieren oft solche Stimulationen des Gehörs („Deafismen“) bzw der Augen („Blindismen“).

Parallele „Visuelles Denken“:
-Mein DGS-Dozent Mathias Schäfer erklärte uns Kursteilnehmern einmal: „GL denken Filme!“ Gemeint ist, intern einen szenischen Ablauf „zu sehen“ bzw zu denken. Dieses „Filme-Denken“ der GL bedingt, dass auch die Grammatik der GS diesem Denken entspricht - ganz anders als die Grammatik der Lautsprache.

-Ich selbst denke meistens ungeformte Bilder. Das sind Muster und/oder Farben, die ich je nach Notwendigkeit mit Bedeutung belegen kann, um ein Konzept denken zu können.

-Temple Grandin beschreibt in ihrem Buch „Ich bin die Anthropologin vom Mars“, dass sie komplizierte Anlagen und Maschinenteile intern planen und in der (gedachten) Funktion betrachten kann - lange bevor sie das entsprechende Projekt irgendwie nach aussen bringt…zu Papier oder virtuell in den PC oder tatsächlich gegenständlich.

Seitdem ich GS lerne, kann ich besser „er-spüren“.
Die DGS entspricht viel mehr meiner Art zu denken, als Lautsprache das jemals sein konnte. Mit der DGS kann ich mir selbst jetzt Abläufe und Reihenfolgen sprachlich erarbeiten, im internen Gespräch darstellen, für andere sichtbar nach aussen bringen.
Ein grosses Problem ist aber, wenn ich mein soeben Erdachtes anderen Hörenden ohne Gebärden-Kompetenz erläutern möchte. Denn dann geraten die intern bei mir nun gleichmassen vorhandenen Grammatik-Konzepte der Lautsprache und der Gebärdensprache miteinander in Streit. Und ich komme vollkommen durcheinander. Wenn ich genug Zeit habe, formuliere ich meine Gedanken darum lieber schrifltich und gebe sie Interessierten zum Lesen.

In der Kommunikation per Gebärdensprache ist es gestattet, gar erwünscht, die Stimme „auszuschalten“. Ebenso darf das Hören abgeschaltet sein. Diese Möglichkeit nutze ich sehr gerne. Wenn ich nun längere Zeit zB beim Gebärden-Stammtisch im Kontakt war, dann entspanne ich mich recht gut. Wenn sich nun jemand mit lautsprachlichem Satz an mich wendet - oder per Stimme, dann gerät mein Nicht-Hören-Müssen und nur-Sehen-Dürfen komplett durcheinander. Problem ist nur, dass viele GL gelernt haben, dass sie im Kontakt mit Hörenden ihre Stimme benutzen müssen. Sie mussten sich die Fähigkeit, ihre Stimme kontrollieren zu können, hart erarbeiten und sind entsprechend berechtigt stolz darauf. Nun bin ich da, eine Hörende und will nicht, dass ein GL seine Stimme benutzt. Das gibt Streit!

Parallele Denken ohne Sprache:
Susan Schaller beschreibt in ihrem Buch „Denken ohne Sprache - Idefonso“ (Verlag Knaur) das Leben Gehörloser, die ohne ein Konzept von Sprache (also Lautsprache gar nicht, aber auch keine Gebärdensprache!) aufgewachsen sind.
Es gab im 19.Jahrhundert einen Forscher „Itard“, der sich mit „Wolfskindern“ beschäftigt hat. Diese galten als taub, ungebildet, irre.
Susan Schaller hat den Lebensweg eines jungen gl Mannes „Idefonso“ aufgezeichnet, den sie kennenlernte, als er noch ohne ein sprachliches Konzept war. Er war/ist offensichtlich voll intelligent, aber konnte keine sprachlich bedingten Ideen verarbeiten. Mathematik dagegen als Konzept zu erfassen, war für ihn nach wenigen Minuten kein Problem mehr.
„Idefonso“ hat durch das Training mit Mrs Schaller gelernt, sich gebärdensprachliche Konzepte zu erarbeiten. So konnte er dann in sprachlichen Austausch mit anderen GL gehen.
Autistische Menschen benötigen in ihrer Kindheit und weiteren Entwicklung meist sehr lange, um sich sprachliche Konzepte zu erarbeiten.
Donna Williams beschreibt in ihren Büchern („Ich könnte verschwinden, wenn Du mich berührst“ und „Wenn Du mich liebst, bleibst Du mir fern“)die Begriffe von „bedeutungs-taub“ und „bedeutungs-blind“.

Mir selbst sind zeitweise (minutenlang) der Zugang zu Sprach-Konzepten versperrt. Wort-Gedanken existieren dann nicht mehr. Ich kann weiterhin hören, aber das hat keine Bedeutung. Ich kann weiterhin denken, aber nicht in Konzepten denken. Ich denke dann nur noch Bilder, aber die Reihenfolge rutscht durcheinander. Diese Momente ängstigen mich sehr. Aber nicht so sehr, weil ich sie erlebe. Sondern es macht mir Angst, weil diese Erfahrungen sonst nirgends im Alltag von anderen Menschen auch erlebt wird. Ich bin dann wieder ein Alien, bin wieder Beobachter in meinem Leben, und muss abwarten, bis ich wieder teilhaben darf.

Parallele „Wenn ich gross bin, dann bin ich „normal“!“
Die gl Schauspielerin Emanuelle Laborit schreibt in „Der Schrei der Möwe“ wie sie als Kind die Vorstellung hatte, wenn sie erwachsen geworden sei, dann hören zu können. Sie hatte keine Vorstellung, wie das möglich sein könnte. Aber: Um sie herum waren nur hörende Erwachsene, keine gl Erwachsenen.

Ich dachte als Kind: Wenn ich erwachsen sein werde, dann werde ich tanzen können. Ich bin dyspraktisch aufgewachsen, meine Motorik hat mir unentwegt Streiche gespielt. Ich hatte keine Ahnung, wie ich dahin kommen könnte, zu tanzen. Aber um mich herum waren nur neurotypische Erwachsene, die motorisch belastbar waren.

Parallele „immer nur Beobachter sein“
GL sind, solange sie noch ohne Kontakt zu anderen GL und ohne Gebärdensprache sind, unentwegt Beobachter im Leben der Hörenden. Sie können zwar vom Mundbild ablesen, aber Hörende benutzen wenig Mimik. Man kann nur wenig erkennen, worum es im Kontakt da gehen mag. Darum ist es für GL im Kontakt dann so schwer, die Information und den Kontext zu erfassen.

Autistische Menschen beschreiben sich selbst oft als „Aliens“, als Wesen, die nicht am Mensch-sein hier auf der Erde teilhaben können. Sie sehen sich als Beobachter ihres eigenen Lebens. Denn es ist ihnen nicht möglich, mit ihren Sinnen ein ganzheitliches Erleben der Situation zu erfahren.

Während meiner Kindheit hab ich mich oft so wahrgenommen: Als fliegendes Gehirn. Mein Körper ist immer mitgekommen, aber ich hab nicht verstanden, wieso? Ich hab irgendwie nicht die Gebrauchsanweisung zur Fernbedienung meines Körpers verstanden. Mein Körper hatte jedenfalls ganz lange gar nichts mit mir zu tun.

So, mehr fällt mir im Moment nicht ein!
Lg von biene63


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BeitragVerfasst: So, 17.10.04 21:35 
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@biene
ist nicht so leicht, hier und drüben zu sein!
aber was mich, und die anderen gl sicher auch- interessiert:
Zitat:
Asperger-Betroffene erkennen einander wieder, erkennen im anderen das Wesen des „Aliens“

und wie erkennt man as-betroffene? ich meine, angenommen es gibt auch unter den gehörlosen welche. weiss man die symptome, kann man sein gegenüber eher verstehen, wenn es sich as-typisch verhält. aber wie?
auch wenn man hörende as-betroffene vor sich hat. ich find es nicht schlecht, wenn man ein wenig ahnung davon hat.
nicht gleich zu denken "mann, ist der aber komisch". sondern checken- hat das gegenüber víelleicht as?
und wie kann man sich dann verhalten? ich habe nur von autisten mal gelesen, dass sie nicht in die augen sehen können. as-betroffene auch? und mögen keine berührungen?
du weisst mittlerweile sicher, dass gehörlose sich so gut wie immer berühren. das ist für unwissende oft anfangs schockierend. von "fremden" angegriffen zu werden.
ein paar tipps?
das gleiche habe ich einmal phoenix gefragt, im bezug auf taub-sehschwache. bis jetzt habe ich noch immer niemand getroffen, der taub-sehschwach ist. aber ich bin sicher, nach anfänglichen hemmungen kommt man gut miteinander aus.
nur- wie begegnet man sich am besten? hier mal die as-betroffenen. wie oben gefragt: welche typischen verhaltensmuster haben sie? und wie verhält man sich selbst am besten wenn man sich gern doch weiter unterhalten möchte...
ich sehe in eurem forum, dass es echt sehr viele as-betroffene gibt. und womöglich sind wir alle schon einigen begegnet.
schönen abend
beethoveny


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BeitragVerfasst: Mi, 20.10.04 14:39 
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Das würde mich auch interessieren, wie und woran erkennt ein As-Betroffener, daß auch sein Gegenüber ein As-Betroffener ist?
Führe gerade mit meiner alten Freundin rege Mails, die sagt, sie habe in ihrem Leben erst 3-4 Menschen getroffen, die ähnlich so ticken wie sie. Weiss nicht, was sie hat und sie hat noch keinen Namen dafür. Aber es ist doch erstaunlich, dieses Erkennen, sich finden, ohne sich dafür öffentlich erkenntlich zu machen.
Wäre spannend, wenn du Biene63 ein paar Dinge beschreibst, wie man sich unter Menschen finden kann, die das gleiche in sich tragen. Ich erkenne auch oft intuitiv Gl unter Hörende, noch lange bevor sie sich als Gl ausgeben. Das sind so leise Abweichungen am Verhalten derer, die nicht sofort auffallen, aber typisch sind. Zum Beispiel, wenn ein Gl am Bahnhof steht und sich umschaut, diesen Gesichtausdruck, die Augen, die etwas suchen, nicht so angestrengt, eher das intensive, abwechselnde Hingucken. Die Kopfhaltung ist etwas höher gehalten im Gegensatz zu Hörende, die meistens ihren Kopf nach unten senken während sie warten oder laufen. Vielleicht kann jemand von euch meine Beobachtung teilen oder von ihren Beobachtungen erzählen.


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BeitragVerfasst: Mi, 20.10.04 16:22 
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@riverlong
hallo, lang nix von dir gelesen :P
ja, da hast du recht. auch gehörlose haben ihr typisches verhalten.wenn ich mich unterhalte mit einem anderen gl, und uns jemand beobachtet, merke ich ob dies ein neugieriger,erstaunter "fragezeichen-blick" ist. oder ob jemand unserer unterhaltung interessiert folgen kann. ist echt ein komisches gefühl, wenn da jemand "zuhört". aber nicht jeder will sich gleich outen.
ich habe erst einmal einen autistischen jungen gekannt, ist schon wieder lange her. dieser hat immer seinen körper vor u. zurück gewiegt. als gehörlose konnte ich keinen kontakt aufbauen, weil er mich nicht ansehen konnte u. auch nur murmelte.
ich denke, asperger-autisten sind die schwächere form von autismus. dazu kann biene sicher bald was schreiben. sie hat mir vor kurzem eine pn geschickt, dass sie dabei ist, links usw. zusammen zu tragen. wegen der frage, wie man aspies erkennt.
wenn du lust hast, lies doch mal im aspie.mela forum. interessant. da kannst du viel lesen über ängste u. probleme dieser menschen.
beethoveny


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BeitragVerfasst: Sa, 23.10.04 12:26 
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Hallo an Alle! :D


[quote Beethovenny]aber was mich, und die anderen gl sicher auch- interessiert:
Zitat:
Asperger-Betroffene erkennen einander wieder, erkennen im anderen das Wesen des „Aliens“

[i]und wie erkennt man as-betroffene? ich meine, angenommen es gibt auch unter den gehörlosen welche. weiss man die symptome, kann man sein gegenüber eher verstehen, wenn es sich as-typisch verhält. aber wie?
auch wenn man hörende as-betroffene vor sich hat. ich find es nicht schlecht, wenn man ein wenig ahnung davon hat.
[quote]
[/i]

Ich selbst sehe, wenn mein Gegenüber ähnliche Erfahrungen hat wie ich, einfach weil die Handlungen des anderen Menschen ganz ähnlich sind. Das können Handlungen sein, die ich aktuell immer noch manchmal ausführe oder Handlungen, die ich halt aus meiner Entwicklung von mir selbst kenne. Was meine ich?

-„Kneisternder Blick“ bzw Blickkontakt vermeiden,
-Oberkörper hin-und herschaukeln,
-schnippende und wedelnde Handbewegungen,
-ritualhaftes Laufen (zB nicht in die Ritzen treten, nur jede 3.Platte betreten usw).
-Dann: Sich an die Telefonnummern (und an bestimmte Gegenstände-Details wie: Kettenglieder, Hosennähte, Strickmuster an Pullovern) mit grösster Sicherheit erinnern können, aber keine Ahnung haben, wie das Gesicht des anderen aussieht.
-Sich an Details mit grösster Sicherheit erinnern können, sie aber nur auf ungewöhnliche Art benutzen können - bzw den für Nt´s (neurotypische Menschen) ersichtlichen Nutzen von Gegenständen nicht erkennen können.
-Sich dem „Small Talk“ nach Möglichkeit entziehen, aber bei einem selbst gewählten Sachthema sicher sein.
-Körperkontakt vermeiden oder Berührung mit bestimmten Materialien vermeiden

Link zu Tread “Körperkontakt:welche Voraussetzungen??“: http://aspie.mela.de/viewtopic.php?t=144

Link zu Tread „Du könntest Aspie sein, …“ http://www.aspie.mela.de/viewtopic.php?t=102


Zitat Beethovenny : >nicht gleich zu denken "mann, ist der aber komisch". sondern checken- hat das gegenüber víelleicht as? und wie kann man sich dann verhalten? ich habe nur von autisten mal gelesen, dass sie nicht in die augen sehen können. as-betroffene auch? und mögen keine berührungen? <

Die Art und das Ausmass des Abwehr-Verhaltens ist bedingt durch die individuell vorhandenen Sensorischen Integrations-Störungen. Nicht in die Augen sehen zu können, deutet auf visuelle Verarbeitungs-Störungen hin. Berührungen abzuwehren deutet auf Verarbeitungs-Störungen im Tastsinn hin.


Zitat Beethovenny: >du weisst mittlerweile sicher, dass gehörlose sich so gut wie immer berühren. das ist für unwissende oft anfangs schockierend. von "fremden" angegriffen zu werden. ein paar tipps?
das gleiche habe ich einmal phoenix gefragt, im bezug auf taub-sehschwache. bis jetzt habe ich noch immer niemand getroffen, der taub-sehschwach ist. aber ich bin sicher, nach anfänglichen hemmungen kommt man gut miteinander aus. nur- wie begegnet man sich am besten? hier mal die as-betroffenen. wie oben gefragt: welche typischen verhaltensmuster haben sie? und wie verhält man sich selbst am besten wenn man sich gern doch weiter unterhalten möchte...<


Für einen AS-Betroffenen ist es sicher hilfreich, wenn er vor Ausführung einer solchen Handlung durch Ansprache entsprechend vorbereitet wird.

Auch sinnvoll ist es, nachzufragen, ob zB Berührungen eher schmerzhaft sind.
Ihr alle kennt doch das Gefühl, sich irgendwo verbrannt zu haben? Ihr könntet dem anderen klarmachen, dass das Berühren der verbrannten Hautstelle schmerzhaft ist. Bitte geht davon aus, dass sich ein AS-Betroffener mit Störungen in der Tastsinn-Verarbeitung in einem solchen Dauerzustand befindet. Die „Brandwunde“ ist halt nur nicht sichtbar, stattdessen aber sehr grossflächig. :wink:

In einem anderen Tread wird gerade viel über die Bedürfnisse und Möglichkeiten taub-sehschwacher Menschen diskutiert. Obwohl autistische Menschen meist voll sehend und hörend sind, ist ihre Situation derer von taubblinden Menschen recht ähnlich. Warum?
Auch Autisten haben grosse Probleme das „Sehen zu erkennen“ und das „Hören zu verstehen“. Hinzu kommt aber leider meist, dass auch das „Tasten nicht (richtig) gespürt“ wird. Darum sind die Möglichkeiten von Autisten so stark eingeschränkt!

Auch viele Autisten möchten „eigentlich“ Kontakt. Aber ihre sensorischen Möglichkeiten lassen den Kontakt nicht zu. Und selbst wenn man „alle Störfaktoren im Kontakt“ ausgeschaltet hätte, dann wäre immer noch kein Erfahrungsschatz da, was man denn nun im Kontakt miteinander machen könnte. Das müsste einem das Gegenüber erstmal vermitteln, bzw man selbst muss es sich antrainieren. Auch hier hilft wieder das „Auswendiglernen der Situation“. :wink:

Hier sind ein paar Vorschläge, wo AS-Betroffene ihre Sichtweisen gepostet haben. Ich hoffe, diese Texte beantworten ungefähr Eure Fragen.

Link zu Tread „Augen“ (Bereich Visuelle SI-Störungen): http://www.aspie.mela.de/viewtopic.php?t=238

Link zu Tread „Kontaktabbrüche - warum?“ http://www.aspie.mela.de/viewtopic.php?t=80

Link zu Tread „Erfahrungen beim Outing“ http://www.aspie.mela.de/viewtopic.php?t=99

Link zu Tread „Autisten erkennen keine Gesichtszüge“ http://www.aspie.mela.de/viewtopic.php?t=313

Link zu Tread „Dauerdrehschwindel“ http://www.aspie.mela.de/viewtopic.php?t=114

Link zu Tread „wort-wörtlich ?!“ http://www.aspie.mela.de/viewtopic.php?t=193

Link zu Tread „Ich möchte Eure Meinung wissen zu Asperger“ http://www.aspie.mela.de/viewtopic.php?t=219

Link zu Tread „Aspies in der NT-Gesellschaft“ http://www.aspie.mela.de/viewtopic.php?t=248

Link zu Tread „Gesagtes im Kopf mitschreiben“ http://www.aspie.mela.de/viewtopic.php?t=269

Link zu Tread „Artikel zum Leben als Beobachter des Lebens“ http://www.aspie.mela.de/viewtopic.php?t=322

Link zu Tread „Fussgänger-Zusammenstösse“ http://www.aspie.mela.de/viewtopic.php?t=133

Link zu Tread „Sinneskanal isolieren - ist das besser?“ http://www.aspie.mela.de/viewtopic.php?t=142

Link zu Tread „Wirken wir doof auf andere?“ http://www.aspie.mela.de/viewtopic.php?t=186

Auf dieser Homepage schreibt eine Mutter von den Hörverarbeitungs-Störungen ihres Sohnes http://www.traktiv-online.de/ Der Junge besucht eine GL-Schule, obwohl sein „eigentliches Hörvermögen“ recht gut ist. Aber er kann das „Hören nicht verstehen“. Genauso gibt es Menschen, deren Visuelle Verarbeitung so stark beeinträchtigt ist, dass sie Einrichtungen für blinde Menschen besuchen. Denn sie können ihr „Sehen nicht erkennen“.

Vielleicht ist jemand von Euch an weitergehender Literatur interessiert. :D
Hier sind einige Vorschläge, samt den passenden Links.

Bücher, bitte auch hier schauen: http://www.autismus-online.de/Literatur.htm

Allgemein-Info: „Das Asperger-Syndrom“ von Kari Steindal. BV Hilfe für das autisitsche Kind (http://www.autismus.de/literatur/frm_literatur.htm. Preis 5 Euro)

Axel Braun "Buntschatten und Fledermäuse" http://www.autismus-web.de/erfahrungsberichte.htm

Birger Sellin: „Ich will kein Inmich mehr sein“ und „Ich Deserteur einer artigen Autisten-Rasse“ http://www.autismus-web.de/erfahrungsberichte.htm

Temple Grandin: „Hinter der gläsernen Tür“ und „Ich bin die Anthropologin vom Mars“ http://www.autismus-web.de/erfahrungsberichte.htm

Dietmar Zöller: „Wenn ich mit Euch reden könnte“ http://www.autismus-web.de/erfahrungsberichte.htm

Donna Williams: „Ich könnte verschwinden, wenn Du mich berührst“ und „Wenn Du mich liebst, bleibst Du mir fern“ http://www.autismus-web.de/erfahrungsberichte.htm

Liane Willey: "Ich bin Autistin - aber ich zeige es nicht" (Herder Spektrum verlag)
http://www.autismus-nordbaden-pfalz.de/holliday.htm

Tony Attwood: „Das Asperger-Syndrom ….Ein Ratgeber für Eltern“

Lg von biene63


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BeitragVerfasst: Sa, 23.10.04 12:45 
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Hallo an alle! :D

aber was mich, und die anderen gl sicher auch- interessiert:
Zitat:
Asperger-Betroffene erkennen einander wieder, erkennen im anderen das Wesen des „Aliens“

[i]und wie erkennt man as-betroffene? ich meine, angenommen es gibt auch unter den gehörlosen welche. weiss man die symptome, kann man sein gegenüber eher verstehen, wenn es sich as-typisch verhält. aber wie?


auch wenn man hörende as-betroffene vor sich hat. ich find es nicht schlecht, wenn man ein wenig ahnung davon hat.
nicht gleich zu denken "mann, ist der aber komisch". sondern checken- hat das gegenüber víelleicht as?

und wie kann man sich dann verhalten? ich habe nur von autisten mal gelesen, dass sie nicht in die augen sehen können. as-betroffene auch? und mögen keine berührungen?
du weisst mittlerweile sicher, dass gehörlose sich so gut wie immer berühren. das ist für unwissende oft anfangs schockierend. von "fremden" angegriffen zu werden.
ein paar tipps?

das gleiche habe ich einmal phoenix gefragt, im bezug auf taub-sehschwache. bis jetzt habe ich noch immer niemand getroffen, der taub-sehschwach ist. aber ich bin sicher, nach anfänglichen hemmungen kommt man gut miteinander aus.
nur- wie begegnet man sich am besten? hier mal die as-betroffenen. wie oben gefragt: welche typischen verhaltensmuster haben sie? und wie verhält man sich selbst am besten wenn man sich gern doch weiter unterhalten möchte...
[quote]
[/i]

Gerade für Dozenten der Gebärdensprache finde ich die Lektüre dieses Beitrages sehr wichtig. Warum?

Inzwischen ist Euch sicherlich bekannt, dass Menschen, die mit Handicaps aus dem „Autistischen Formenkreis“ leben, meist voll kompetent im Bereich ihrer Intelligenz sind. Entsprechend schmerzhaft ist für derart Betroffene eine Art der Ansprache, als sei man bescheuert.

Ich bitte darum insbesondere die Dozenten, die ihre Muttersprache Gebärdensprache vermitteln möchten, Rücksicht zu nehmen, wenn ein Kursteilnehmer:
• Sich motorisch ungeschickt benimmt. Sich über das ungeschickte Verhalten lustig zu machen, hilft niemandem.

• Sich langsam verhält bzw nur langsam reagieren kann. Ungeduld, Augenrollen usw hilft niemandem.

• Jemand viel Zeit braucht, um das Fingeralphabet abzusehen. Jeder Gebärdensprecher gebärdet individuell ein bischen anders. Jede Art zu gebärden muss vom Autistischen Kursteilnehmer auswendig gelernt werden. Denn sie ist eine Art zu kommunizieren, die sich aus seiner Sicht grundsätzlich von der anderen Art zu gebärden unterscheidet.

• Jemand viel Zeit braucht, um Dialekt-Gebärden im Kontext zu verstehen. Gerade in der Deutschen Gebärdensprache gibt es ja viele Dialekt-Gebärden. Besonders die Gebärden für Monate, Wochentage, Farben und die Zählweisen sind zahlreich mehrfach vorhanden und unterscheiden sich stark. Und diese Dialekt-Varianten werden in den Kursen und in den Alltags-Gesprächen ja alle parallel erlernt. Das ist für neurotypische Kursteilnehmer sicherlich kein so grosses Problem.

• Besonders, wenn man eine Kursstufe höher als DGS2 erreicht hat, steigt die Ungeduld der Dozenten. Da GL im Alltag vom Kursteilnehmer Gebärden serviert bekommen, die auf ein höheres Kursniveau hindeuten, steigt auch die Undgeduld der GL, die man im Alltag erlebt. Sie erwarten, dass man sich „mehr bemüht…und mehr konzentriert“. Denn: Man ist ja nun kein "Anfänger" mehr..und völlig blöd scheint man auch nicht zu sein...Also: Was könnte das Problem sein?.....Muss es wirklich immer der autistische Mensch sein, der sich da offenbaren muss? :wink: (Oder: Könnte evt der GS-Dozent durch sein vorbereitetes Wissen über die mögliche Existenz eines autistischen Kursteilnehmers helfen, die Situation zu entschärfen? :wink: )

- Den Blickkontakt zum anderen Gebärdensprecher vermeidet. Gründe wiederholt in den anderen Beiträgen erläutert. Bitte auch hier schauen: Link zu Tread „Augen“ (Bereich Visuelle SI-Störungen): http://www.aspie.mela.de/viewtopic.php?t=238

• Sich die einzelnen Sprachregister nur mit hoher Konzentration und ausschliesslich nacheinander erarbeiten kann. Zumindest ich kann, bis heute, keinen Rollenwechsel ausführen!....Ich absolviere derzeit meinen achten Kurs (sieben DGS-Kurse, ein LBG-Kurs), ich habe viel Kontakt zu GL, aber Rollenwechsel ist mir derzeit noch unmöglich. Jedoch: Mein Vokabel-Wissen zu erinnern (ohne Kontext) ist recht zuverlässig, Das analytische Grammatik-Wissen (ohne den Kontext, Grammatik gerade anzuwenden) kann von mir gut erinnert werden. Nach der Fähigkeit, Vokabeln ausführen zu können, ist danach die Fähigkeit entstanden, die Klassifikatoren in Verbindung mit der Mimik ausführen zu können gewachsen. Ich spüre derzeit, eine wachsende Bereitschaft in mir, Pantomime zu zeigen. Ich vermute: Sobald das nötige Körperbewusstsein dafür entstanden sein wird, sollte mir danach dann auch der Rollenwechsel möglich sein.

Ich finde diese Sichtweise sehr sinnvoll:
Ich bitte jeden GS-Dozenten darum, zu vermuten, dass der Kursteilnehmer einen bestimmten Grund haben wird, Gebärdensprache zu lernen.
Für Autistische Menschen kann es sehr hilfreich sein, eine eigene Gebärdenkompetenz zu haben. Warum?

• Viele Autisten sind Visuell-Denker. GS ist für Visuell-Denker eine Sprache, die weitaus mehr ihrem Denken entspricht, als das mit der Lautsprache möglich ist.

• Viele Autisten haben Probleme, die Bedeutung von Mimik zu verstehen. Durch das Training der Gebärden-Vokabeln entsteht ein analytisches Bewusstsein für die Klassifikatoren und die zu kombinierenden Mimik-Klassen. Der autistische Mensch, bekommt eine Möglichkeit, auch die eigene Mimik zu analysieren, zu erkennen, und auch beim Gesprächspartner zu erkennen.

• Die Gebärden-Vokabeln werden im Gebärdenraum in dreidimensionaler Weise ausgeführt. Viele Autisten haben grosse Probleme sich im Raum zu orientieren, weil sie mit Visuellen Verarbeitungs-Problemen aufgewachsen sind. Die Gebärden-Vokabeln bieten eine Möglichkeit, den Gebärdenraum zu erfahren, zu analysieren…und: zu erinnern! Somit sind die Gebärden-Vokabeln ein verkleinertes Beispiel für die dreidimensionale Umwelt, die nun mit zunehmend grösserer Sicherheit erinnert werden kann.

• Pantomime und Rollenwechsel sind die Mitglieder im GS-Sprachregister , die vom Autistischen Menschen innerhalb des GS-Trainings erst relativ spät ausgeführt werden können.

• Gebärdensprach-Kompetenz erweitert die kommunikativen Möglichkeiten eines jeden Menschen, so auch der von autistischen Menschen. Aber für autistische Menschen kann eine vorhandene Gebärdensprach-Kompetenz eine wichtig Brücke sein, wenn es darum geht, die Beziehung zu ihrer lautsprachlichen Kompetenz zu erweitern.

Es gibt einen Erfahrungsbericht von mir bei www.kestner.de
Im Bereich „Aktuelles“ zum Datum 18.Januar 2004 scrollen. Titel: Meine Gründe für das und die Erfahrungen beim Erlernen der Deutschen Gebärdensprache (DGS). Stichworte: Dyspraxie und Hörverarbeitungsstörungen

Vielleicht ist es für GS-Dozenten hilfreich, sich dieses kleine Heft zu Fortbildungszwecken zu besorgen: „Das Asperger Syndrom“ Wie man Personen mit Asperger-Syndrom und autistische Personen mit hohem Entwicklungsniveau („high functioning autism“) versteht und wie man ihnen hilft. (http://www.autismus.de/literatur/frm_literatur.htm. Preis 5 Euro)

Ich grüsse Euch alle, biene63


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@biene
wow! das war ja jetzt ein mammut-beitrag!
danke!!! jetzt sind wir wohl ein weilchen beschäftigt, den ganzen links nachzugehen. heut hab ich nicht viel zeit, aber ich lese mir alle der von dir angegebenen links nach und nach durch. und auch deine beiden beiträge drucke ich mir aus zum durchlesen.
gut dass du typische erkennungszeichen geschrieben hast. und auch, dass man aspies lieber nicht unvorbereitet angreifen sollte. das ist schwierig für gehörlose! wir machen das ganz automatisch. wenn man es aber weiss, kann man aufpassen...
schönen abend noch
beethoveny


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BeitragVerfasst: So, 7.1.07 23:15 
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@Biene63

gibt es ausser dir noch andere AS-Betroffene, die auch die Gebärdensprache gelernt haben? Bzw. wie oft kommt es vor, dass in einem Kurs ein AS-Betroffener dabei ist?

_________________
Wer lesen kann ist im Vorteil!


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Hallo Lieblings!

Ich weiss bis jetzt von ca 10 Aspies, die sich durch DGS1 hindurchgequält haben. Die meisten haben Probleme bei der Mimik, Pantomime und halt so ganz allgemein mit sämtlicher Form von Gruppenarbeit. Bzw nach ca der Hälfte des Kurses abgebrochen haben. Die meisten Aspies sind ja Extrem-Autodidakten, da ist Kursteilnahme immer ne heikle Sache!

Ich weiss von einem, der sich bis auf DGS3-Niveau gearbeitet hat. Probleme ähnlich wie bei mir und den anderen Aspies, die aber noch auf DGS1-Niveau wieder aufgehört haben.

Viele dieser Probleme könnte der Dozent abfangen - sofern er denn davon wüsste, dass / in welcher Weise ein Handlungsbedarf besteht.

Leider weiss ich bisher von keinem weiteren Aspie, der ähnlich wie ich die heilende Wirkung des Gebärdenraumes samt Raumgrammatik kennengelernt hat - schätzen kann dass die DGS einem Visuellen Lerntyp mehr entspricht als lautsprachliches Denken.

lg von biene63


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BeitragVerfasst: Di, 15.2.11 20:37 
Hallo zusammen,

dieser Beitrag ist mein erster in diesem Forum, daher einige wenige Fakten zu meiner Person: Ich bin hochgradig schwerhörig, Ende zwanzig, lebe in Ostdeutschland, kenne den Taubenschlag schon länger und habe mich nun endlich hier angemeldet.

Ich wende mich mit einem Anliegen an euch in der Hoffnung, einige Tipps und weiterführende Hinweise zu erhalten. Eine mir sehr nahestehende Person ist von Geburt an gehörlos. Ihre Eltern und ihre Geschwister sind ebenfalls gehörlos oder hochgradig schwerhörig und in der Familie wird hauptsächlich in Gebärdensprache kommuniziert. Sie selbst verwendet ausschließlich die Gebärdensprache, hat die Lautsprache nicht gelernt. Bei ihr sind verschiedene Verhaltensauffälligkeiten sichtbar, die sie schon immer hatte (von klein auf), die in ihrer Familie aber nicht als ungewöhnlich wahrgenommen werden, weil man sie eben nicht anders kennt. Ein Freund, der sie vor kurzem kennen gelernt hat, vermutet, dass die Verhaltensauffälligkeiten durch eine Form von Autismus bedingt sein könnten.

Es gibt viel Literatur zum Thema Gehörlosigkeit, ebenso auch Literatur zum Thema Autismus. Aber kennt jemand vielleicht Bücher, Broschüren etc., die sich speziell mit Autismus bei Gehörlosen befassen? Für Hinweise wäre ich sehr, sehr dankbar!

Vielleicht gibt es hier sogar Selbstbetroffene? Ich würde mich über eine kurze Nachricht sehr freuen. Um die erwähnte Person mache ich mir momentan Sorgen. Sie merkt, dass mit ihr und in ihrem Leben etwas nicht stimmt und leidet sehr darunter, dass sie "anders" ist, ohne zu wissen, was denn überhaupt los ist. Ich würde ihr sehr gerne helfen, bin aber ein wenig überfordert und ratlos. Daher wende ich mich an euch. Vielleicht habt ihr Ideen für mich, Hinweis und Tipps. Ich wäre dafür sehr dankbar.

Liebe Grüße
Maxim


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BeitragVerfasst: Di, 15.2.11 21:23 
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Hallo Maxim, ich hab Dir ne PN gesendet. lg biene63


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